Sonntag, 1. November 2015

News from East London: Sport´s day, Schwimmunterricht, ein Trip nach Johannesburg...

Guten Morgen aus dem warmen Südafrika!
Ich hoffe euch geht es allen gut und das ihr euch nicht erkältet bei den kalten Temperaturen die gerade in Deutschland herrschen.
Mir geht es prächtig und es ist auch schon wieder so einiges passiert im letzten Monat! :)

An meiner Schule, der A.W. Barnes, gab es in letzter Zeit viel zu feiern. Zum einen wurde unsere Schule 62 Jahre alt und zum anderen wurden die jährlichen Awards für die besten Sportler und Schüler unserer Schule vergeben. Beim 62. Geburtstag wurde viel Musik gemacht (vorallem getrommelt), getanzt und auch über die Vergangenheit der Schule gesprochen. Denn es waren ehemalige Schüler und Lehrer eingeladen worden, um den Kindern zu erzählen wie die Schule früher war und was sich zu heute verändert hat. Der Abend der Awardsverleihung war auch ein tolles Erlebnis, da ich so auch mal die Chance bekam mich mit einigen Eltern der Kinder zu unterhalten und zu sehen welche Kinder eigentlich in den verschiedenen Fächern sehr gut sind.

Ehemalige Schülerin erzählt den Kindern von ihrer Kindheit
und dem Unterricht an der A.W. Barnes
Unser großes Banner vor dem Eingang zum Sportfeld.
Das größte Highlight der letzten Wochen war allerdings der Sports Day und der damit einhegende Besuch des Niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel und anderen deutschen Politikern. Am 21.10 kam eine Delegation von deutschen und südafrikanischen Politikern an unsere Schule um sich unseren Job anzusehen. Hintergrund des ganzen war die 20 jährige Partnerschaft zwischen dem Eastern Cape und Niedersachen.
Um ihnen auf bestmöglichem Wege unsere verschiedenen Projekte zu zeigen entschlossen wir uns einen Sportsday an der A.W. Barnes zu organisieren, hierbei wurden fünf verschiedene Stationen aufgebaut ( Zwei Soccer Stationen, eine Badminton Station, eine Handball Station und eine Triathlon Station). Außerdem gab es noch ein Soccer-Match der A.W. Barnes U11 Mannschaft.

Stefan Wenzel und der Rest der südafrikanischen und deutschen
Delegation im Gespräch mit Soeren und Malte (zwei Freiwilligen)

Die Triathlon Station, zuerst musste man den Kopf in einen
Eimer halten und ein paar Blubberblasen machen, sich dann aufs
Fahrrad schwingen und 20 Meter fahren und zum Abschluss
noch 50 Meter laufen bis zur Finish Linie.
Insgesamt haben 250 Kinder teilgenommen, davon welche von unserer Schule und auch von 2 anderen Schulen an denen ebenfalls Freiwillige arbeiten.
Als dann der Sportsday um 13 Uhr endlich losging hat jedes Kind eine Stempelkarte bekommen. Für jede gemachte Station gab es einen Stempel und wenn man am Ende alle Stempel zusammen hatte konnte man sich ein Lunch-Paket abholen welches vom "Department of Sport" kostenlos bereit gestellt wurde.
Das Elfmeterschießen
Die Kinder hatten mega viel Spaß und haben den Tag sichtlich genossen und auch die Delegation aus Deutschland war sehr begeistert von unserer Arbeit hier vor Ort.
Höhepunkt des Tages waren vier Elfmeter die von verschiedenen Politikern geschossen wurden. Bei diesen Elfmetern war gefühlt die halbe Schule um den 16 Meter Raum versammelt und hat lautstarke Unterstützung gezeigt! Im Tor stand der Keeper der U11 Mannschaft und zwei der Elfmeter hat er sogar gehalten, was groß umjubelt wurde von seinen Mannschaftskollegen.
Alles im allem war es ein rundum gelungener Tag, was auch den tatkräftigen Lehrern geschuldet war, die uns fleißig mit unterstützt haben.




An unserem Sportunterricht hat sich in der letzten Woche auch einiges verändert. Dadurch das es jetzt hier Sommer geworden ist und wir einen Pool nicht weit von unserer Schule haben, geben wir jetzt seit einer Woche Schwimmunterricht.
Das ist eine ziemliche große Herausforderung, da viele der Kinder nicht schwimmen können und man bei Klassen mit 40 - 50 Schülern schnell mal den Überblick verliert. Wir haben allerdings das Glück, dass uns die Lifesaver helfen und uns zum großen Teil auch diese Aufgabe abnehmen, so dass wir auch individuell den Kindern schwimmen beibringen können und nicht immer auf die ganze Klasse aufpassen müssen. Gerade mit den kleineren Kindern ist es super toll schwimmen zu gehen, da einige von Ihnen noch nie in einem großen Pool waren und sie dann immer total aufgeregt sind wenn wir sie, jeden einzeln, ins Wasser heben und ein paar Kraul- Beine Übungen machen. Mit den ganz Kleinen (1. und 2. Klasse) gehen wir auch fast nur in eine Art "Babypool", der nicht tiefer als 50 Centimeter ist, um sie überhaupt erstmal ans Wasser zu gewöhnen.

Schwimmen lernen im kleinen Pool

Nun zu meinem Badminton Nachmittagsprojekt. Jeden Freitag von 14 bis 15 Uhr gebe ich zusammen mit Jenny Badminton Training. Jenny ist die Badminton Trainerin und kennt die Kids schon sehr sehr gut.
Sie sagt auch meistens an welche Übungen gemacht werden und dann übernehme ich die eine Hälfte der Gruppe und sie die andere Hälfte. Ich muss ehrlich sagen das ich erstaunt bin wie gut einige der Kinder schon Badminton spielen können und auch schon fortgeschrittenere Techniken drauf haben. Da seit dem Sportsday, aber auch immer mal wieder Anfänger mit zum Training kommen (beim Sportsday hatten sie die Chance Badminton auszuprobieren und viele waren begeistert!) gibt es trotzdem noch viel zu tun.


Zu guter Letzt war ich in den Frühlingsferien Anfang Oktober ja auf Reisen und zwar in Johannesburg und Jeffreys Bay.

Das waren zwei super Trips, vor allem der nach Johannesburg mit den Siebtklässern unserer Schule. Es hat mega Spaß gemacht mit denen, gerade weil ich mich mit einigen Kindern echt gut angefreundet habe und sie mir viel aus ihrer Welt gezeigt haben. Ich kann jetzt z.B.schon  viel mehr Xhosa oder Africaans sprechen und kenne auch viele bekannte südafrikanische Lieder.

Johannesburg war auch sehr beeindruckend. Es war die größte Stadt in der ich jemals war und alleine schon der Verkehr dort war einfach nur unglaublich (6-7 spurige Autobahn). Aber auch unsere Sight Seeing Trips waren echt klasse. Dabei habe ich z.B. das größte Township Südafrikas gesehen (Soweto), Johannesburg Downtown, das FNB-Stadion was extra für die WM 2010 gebaut wurde oder auch den Golden Rief Park, welcher vergleichbar ist mit unserem Heidepark.

Die ganze Truppe in Pretoria vor der Mandela Statue und
dem Union Buildings (Haus des Präsidenten)
Das FNB-Stadion
Auf dem Weg nach Joburg
Unser B&B
Danach war ich noch 4 Tage in Jeffreys Bay, bei 4 anderen Freiwilligen und habe mir dort die Einsatzstellen angeguckt. Das war sehr interessant, weil ich mir dabei auch einige Spiele und Übungen abgucken konnte die ich jetzt auch für unsere Sportstunden übernommen habe. Außerdem war ich dort auch noch surfen, weil es der Beste Ort zum Surfen ist an der ganzen Wild Coast und zum Abschluss habe ich mir auch noch ein eigenes Surfboard gekauft!


Mein neues Surfboard
Naja das war´s jetzt erstmal von mir, ich hoffe euch hat der Eintrag gefallen.
Bis denne :)


PS: Falls ihr mal ein paar sehr bekannte südafrikanische Lieder hören wollt, hier wären welche:

https://www.youtube.com/watch?v=N6HFLBPRU3Q - Nathi Nomvula
https://www.youtube.com/watch?v=znNYeSWIryc - Koze Kuse
https://www.youtube.com/watch?v=G38yAN8vGWI - Sweetie
https://www.youtube.com/watch?v=A0Y5v4i-5bo - Shumaya

Montag, 28. September 2015

Ein Monat wie im Fluge...


Unsere BBB (Beacon Bay Boys) WG :) 
Goeie more (Afrikaans) oder Molo (Xhosa).
Das sind die beiden Begrüßungen die wir neben „Good Morning“ am häufigsten zu hören bekommen.  Inzwischen können wir auch noch ein paar andere Wörter auf Xhosa und Afrikaans, aber wirklich gut sind wir in den Sprachen noch nicht :D
Also ich probiere jetzt hier einmal den letzten Monat in ein paar Worten zusammenzufassen, auch wenn das ziemlich schwierig sein wird, weil echt unglaublich viel passiert ist.
Zuerst kann ich sagen das ich mich hier verdammt wohl fühle und East London inzwischen wie ein zweites Zuhause für mich geworden ist. Ich kenne inzwischen fast alle Ecken der Stadt und finde mich daher auch schon ohne das Handynavi sehr gut zurecht. Außerdem haben wir auch schon viele Leute kennen gelernt mit denen wir am Wochenende hin und wieder mal feiern gehen, ein Braai (Südafrikanisches Wort für „Grillabend/Grillfest“) haben oder ein paar Bierchen im Buccaneers (Kneipe/Bar direkt am Strand) trinken und dabei Fußball oder Rugby gucken. Vor allem letzteres werden wir in nächster Zeit häufiger machen, da vor einer Woche die Rugby WM in England gestartet ist und die „Springbocks“ (das Südafrikanische Rugbyteam) hier ähnlich gefeiert werden wie unsere Nationalmannschaft in Deutschland.

Nach einem Monat habe ich nun auch endlich einen „geregelten“ Tages- und Wochenablauf. Wobei das Wort geregelt auch nicht ganz stimmt, da man sich hier nie sicher sein kann ob alles wirklich immer so abläuft wie es geplant ist. Für uns organisierte Deutsche hört sich das zwar etwas komisch an, aber ich genieße es eigentlich da ich eh nicht der organisierteste Typ bin. 

Frühstück im Lavender Blue
An der Schule PT Unterricht geben – von Montag bis Freitag (8.30 bis 14.15 Uhr)
Als Triathlon Coach – Dienstags und Donnerstags (16.00 bis 20.00 Uhr)
Als Badminton Coach – Freitags (14.30 – 16.00 Uhr)

Außerdem findet jeden Monat ein Race der Triathleten statt, wo Silvana und ich die 8 Guys hinbringen und ihnen dann beim Race zugucken und sie unterstützen.
Am Sonntag gehen wir normalerweise von 7.30 Uhr – 9 Uhr in die Kirche wo wir viele Lehrer und auch unseren Schulleiter Mr. Gamiet treffen, welche sich sehr über unsere Anwesenheit freuen. Die Gottesdienste hier sind einfach komplett anders als die in Deutschland. Es wird getanzt, gelacht, viel gesungen und sogar die Reden der Priester sind meistens sehr lustig und amüsant. Auf Grund dieser Atmosphäre ist dann auch die Müdigkeit des Morgens sehr schnell verflogen!
Wir Freiwilligen und Mr. Gamiet vor der Kirche
Danach gehen wir meistens mit Mr. Gamiet, seiner Frau und seinem Sohn frühstücken in eines der vielen schönen Restaurants in East London. Im Anschluss fahren wir dann an schönen Tagen noch an den wunderschönen Strand wo wir uns Surfbretter ausleihen und uns für 1-2 Stunden in die Wellen schmeißen. Die ersten zwei Male waren zwar noch etwas holprig aber inzwischen kriege ich es schon gut hin auf dem Brett zu stehen.



Der Bonza Bay Strand - Mit dem Auto 5 Minuten von uns entfernt



Doch nun zu meinen Projekten. Erstmal muss ich sagen das wir riesiges Glück haben das unsere Schule sehr organisiert ist. Denn dadurch wissen die Klassen meistens schon selber wann sie PT (Physical Training/Sportunterricht) haben und somit sind die Kinder schon fertig umgezogen wenn wir in die Klasse kommen (das ist hier nicht an jeder Schule so und somit nicht selbstverständlich). Das verdanken wir vor allem unserem hervorragenden Schulleiter Mr. Gamiet der uns bei Problemen immer unterstützt und auch immer zusammen mit uns in der Pause isst.
In den PT Stunden läuft es inzwischen immer besser. Nach einigen Startschwierigkeiten haben Tomke und ich nun schon einige Tricks und Kniffe raus wie man den Kindern am besten etwas beibringen kann und wie man sie still und zum zuhören bringt.

Eine normale Schulstunde läuft bei uns so ab das wir die Kinder aus der Klasse abholen und zusammen aufs Feld gehen. Bei den größeren Klassen machen wir zum Anfang immer einen Kreis um Ihnen zu erklären was wir diese Stunde machen und die Kleineren lassen wir aufreihen, da es sonst meistens immer in einem großen Chaos endet, weil jeder von ihnen im Kreis neben uns stehen will :D Danach spielen wir verschiedene Spiele wie Fußball, Handball, Völkerball, Feuerball, River´s Rocks, Alska.... Dabei bauen wir immer mal wieder neue Spiele mit in den
The lion breaks out - Ein Spiel bei dem ein Teil der Kinder
Touristen sind und Fotos von Löwen machen, welche nach
einer gewissen Zeit ausbrechen und dann versuchen
müssen die Kinder zu fangen. 
Unterricht ein um zu gucken ob die Kinder sie verstehen und ob sie Ihnen gefallen. Viele Stunden geraten zwar zwischen durch auch mal komplett außer Kontrolle, da die Kinder uns einfach umarmen, an unseren Haaren rumspielen, sich gegenseitig streiten oder einfach komplett durchdrehen, aber das gehört halt dazu (sind ja schließlich Kinder) und alles in allem macht es einfach einen riesen Spaß! Was mir übrigens auch noch sehr an der Arbeit gefällt ist das man die ganze Zeit draußen ist und von unserem Spielfeld sogar das Meer sehen kann. :)






Beim Triathlon läuft es auch schon richtig gut. Wir sind insgesamt 3 Coaches (King, Silvana und ich) King kennt die Jungs schon seit langem und von daher gibt er uns auch immer die Trainingspläne nach denen wir mit den Jungs trainieren sollen. King übernimmt das Fahrrad-, Silvana das Schwimm- und ich das Lauftraining. Beim Lauftraining machen wir meisten den Beach-Run, wobei wir an der Promenade trainieren was wirklich wunderschön ist! Zuerst laufen wir uns 1 Kilometer warm, danach machen wir ein paar Skill Übungen mit anschließendem Sprint und dann kommt das Mainset bei dem wir abwechselnd 900 Meter in Racepace laufen und danach 450 Meter langsam joggen und das insgesamt fünf bis sechsmal nacheinander. Hierbei muss ich allerdings zugeben das ich das ganze Set nie durchhalte und es daher ein wenig geändert habe für mich :D
Nach dem Training bringe ich die Jungs noch nachhause, was immer eine sehr lustige Fahrt ist da sie sehr gut gelaunt sind und viele Witze reißen. :)
Ich bin dazu nun auch noch Badminton Coach unserer Schulmannschaft geworden, hatte bisher allerdings nur einmal Training gegeben. Davon erzähle ich euch bei meinem nächsten Blogeintrag dann hoffentlich mehr. 


In den letzten Wochen sind wir auch schon viel umher gereist und haben einiges vom Land gesehen. Da war zum einen das Boatrace Festival in Port Alfred vom 11 bis 13 September. Dort haben wir fast alle anderen Freiwilligen wieder getroffen und zusammen mit ihnen gezeltet. Es war toll alle wieder zu sehen und sich mit den anderen über die bisher gemacht Erfahrungen austauschen zu können. Außerdem haben wir viel gefeiert und viele neue Leute kennen gelernt, dabei auch einige aus East London.
Am Wochenende davor waren wir in Berlin, eine kleine Stadt/Dorf die nur 30 Minuten von uns entfernt ist und haben uns dort mit den Freiwilligen vor Ort und denen aus Coffeebay getroffen. Auch das war eine sehr interessante Erfahrungen, da diese Freiwilligen auf Grund der kleineren Stadt und der anderen Umgebung ganz anders Leben als wir.
Besuch des Cricket Spiel´s
Letzten Donnerstag war der Heritage Day, ein nationaler Feiertag weshalb wir ein langes Wochenende hatten. An diesem Tag haben wir zufälliger Weise eine Parade des Militärs besucht. Eigentlich wollten wir zu einem Rugbygame, aber da wir zum falschen Stadion gefahren sind, sind wir bei dieser Militärparade gelandet, was aber auch sehr beeindruckend war. Im Anschluss haben wir uns dann noch ein Cricket Game angeguckt. 



Das ist Abby :D
Freitag waren wir im Lionpark und im Mpongo Game Reserve (eine Art kleiner National Park). Da hatte man zum ersten mal richtig das Gefühl das man in Afrika ist von der Tier und Pflanzenwelt her. Denn dort sind wir mit unseren Autos an Zebras, Giraffen, Antilopen und vielen anderen Afrikanischen Tieren vorbei gefahren. Aber noch besser als dieser Trip war unsere Quadtour am Samstag. Dabei sind wir zwei Stunden durch die Transkei gefahren auf Quads. Dies hat einfach nur unfassbar viel Spaß gemacht und auch dort sind viele Tiere einfach direkt an uns vorbei gegangen. Vor allem die Giraffe Abby war super süß. Denn diese Giraffe lebt zwar in Freiheit, ist aber total zutraulich und kommt direkt auf dich zugelaufen und versucht deinen Kopf ab zu lecken. :D

Quad Tour durch die Transkei

Ein wunderschöner Ausblick

Im Mpongo Park 

 Im Lion Park

So ja was kann ich sonst noch so sagen. Also erst mal wird das Wetter hier immer besser da hier ja gerade Frühling ist und so langsam muss man echt darauf acht geben nicht ohne Sonnencreme aus dem Haus zu laufen.
Achja und wir haben hier häufig Affen in unserem Garten die unseren Müll durchwühlen. Die sind zwar ziemlich süß aber man muss echt aufpassen das sie nicht in die Wohnung kommen, da sonst Handy, Kamera etc. ganz schnell verschwinden können.
In den nächsten Tagen steht auch wieder einiges an. Von Mittwoch bis Freitag läuft das erste Seminar für alle ASC Freiwilligen im Eastern Cape und danach beginnen hier die Frühlingsferien, was für uns bedeutet dass wir keine Arbeit haben. In den Ferien fahre ich mit den Siebtklässlern, einigen Lehrern unserer Schule und Mr. Gamiet nach Johannesburg um uns dort für 5 Tage die Stadt anzugucken. Für die Siebtklässler ist diese Fahrt wie eine Abschlussfahrt, denn ein Schuljahr geht hier von Januar bis Dezember und nach der 7. Klasse gehen die Schüler von der Schule ab und wechseln auf eine High School. Ich bin schon total gespannt darauf mit den ganzen Leuten unterwegs zu sein und natürlich auch darauf Johannesburg zu sehen.
Die letzten 5 Tage der Ferien verbringe ich dann noch in Jeffrey´s Bay, wo ich andere Freiwillige besuchen werde.

Naja das war´s erstmal von mir, ich hoffe ihr habt jetzt einen gewissen Überblick darüber wie es mir hier ergeht in Südafrika.

Bis dann
Euer Yannic

PS: Hier wird man übrigens auch ziemlich erfinderisch, unsere Dusche ist nun schon seit 2 Wochen kaputt aber wir haben bisher noch keinen Klempner gerufen, da man sich auch prima mit einem Eimer Wasser und einer Müsli Schale umfunktioniert als Kelle sauber machen kann! Hat sogar den Vorteil das man pro „Dusche“ nur einen Eimer Wasser braucht und somit viel weniger Wasser verbraucht als wenn man sich normal duscht :D


Samstag, 29. August 2015

Die ersten Tage auf südafrikanischem Boden...

Good morning guys,
vor genau 6 Tagen ging es für mich los Richtung Südafrika und ich kann sagen dass in diesen ersten 6 Tagen schon so einiges passiert ist! 
Kurz vor dem Abflug :)

Nachdem wir nach unserer 20 stündigen Reise endlich in East London angekommen waren, wurden wir herzlich willkommen geheißen von Brett und Lars, unseren beiden Mentoren, mit Pizza, Getränken und neuen Sim-Karten. Danach ging es direkt zu unserem Haus, in welchem wir jetzt das nächste Jahr verbringen. Dort fielen wir nur noch „tot“ ins Bett und probierten den verlorenen Schlaf der letzten Nacht nachzuholen.
Unser Wohnzimmer.
Am nächsten Tag ging es dann daran die alten unbrauchbaren Sachen der Vorgänger auszumisten und die verschiedenen Zimmer wohnlich einzurichten. Außerdem haben wir unser Auto aus der Werkstatt abgeholt womit wir dann auch die Möglichkeit hatten einkaufen zu fahren. 

Der Linksverkehr war am Anfang zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber inzwischen komm ich doch ganz gut zurecht damit :) Am Abend ging es dann noch zum Burger Monday bei Spur´s (ein Restaurant) wo wir 2 Burger für den Preis von einem bekommen haben. Allgemein ist hier Fastfood total günstig :D

Meine erste PT lessons als Coach zusammen mit Tomke
Naja am nächsten Tag ging es dann endlich in die Schulen! Wir sind mit Brett einmal durch alle drei Schulen und zum Kinderheim gefahren und wurden überall vorgestellt. Hierbei war vor allem die A.W. Barnes Schule für mich wichtig, da dies ja die Schule ist an der ich und Tomke unterrichten geben. Als wir dort angekommen sind wurden wir gleich herzlich begrüßt von Mr. Gamiet, unserem Schulleiter. Er hat uns unseren Stundenplan vorgestellt und uns viel über die Schule erzählt. Aufjedenfall habe ich mich von der ersten Sekunde an Willkommen gefühlt :))

Am Mittwoch sind wir dann alleine zur Schule gefahren und Mr. Gamiet hat uns einmal durch alle Klassen geführt und uns den Lehrern und den Kindern vorgestellt. Es war dabei total schön zu sehen wie die Kinder jedes mal halb ausgerastet sind als sie uns gesehen haben, weil sie wussten das es endlich wieder PT (Physical Training) als Schulfach gibt. Denn ohne uns Freiwilligen würden sie gar kein Sportunterricht haben. Außerdem war es auch total süß wie wir von jedem Kind das wir auf dem Schulhof oder in der Schule gesehen haben überschwänglich begrüßt wurden. Viele sind auch einfach auf uns zu gerannt und uns in die Arme gelaufen. 
Ein Spaziergang mit den Kindern des Kinderheims.

Am Abend sind wir dann wieder zu Brett gefahren um die 6 Freiwilligen Willkommen zu heißen die das Jahr über in Berlin leben und ebenfalls Sportunterricht an Grundschulen geben. Am Donnerstag hatten wir dann endlich unsere ersten Klassen. Insgesamt kann ich sagen das der 
erste Tag sehr erfolgreich war! Wir waren sehr aufgeregt und hatten uns für die ersten Stunden ein paar einfache Spiele überlegt. Die meisten davon konnten wir auch gut umsetzten, wie z.B. Fußball, Who is scared of the Lion oder River and Rocks. Die Kinder waren immer mit vollem Herzblut dabei und sind bei jedem Spiel total abgegangen. Das schwierigste dabei war eigentlich die Kinder ruhig zu bekommen um ein Spiel zu erklären, bzw. Mannschaften zu bilden. Aber auch das haben wir immer hinbekommen auch wenn es manchmal etwas länger gedauert hat als es eingeplant war :D Es hat aufjedenfall mega viel Spaß gemacht und es war auch total schön zu merken wie viel es den Kindern bedeutet diese PT Lessons zu haben. Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Wochen und auf die Kinder die wir noch kennen lernen werden!
Xhosa lernen bei den Finals der Jungs und Mädchen!


Heute hatten wir dann nur 2 Klassen, weil es nach der Pause zusammen mit vielen anderen Schülern ins Stadion ging. Dort spielten nämlich die Jungs- und Mädchen Fußball Mannschaften der A.W. Barnes im Cup Finale gegen andere Schulen. Ich kann stolz sagen das beide Mannschaften das Finale gewonnen haben und den Pokal zu unserer Schule geholt haben! 
Ein Schwein auf dem Sportplatz :D
Danach bin ich noch mit Linda ins Kinderheim gefahren, wo wir zusammen mit den Kindern einen Spaziergang gemacht haben, gesungen haben und viele Spiele gespielt haben.

Jetzt kommt erst mal das Wochenende an dem wir das erste mal surfen gehen wollen und versuchen werden die Stadt etwas besser kennen zu lernen. Was ich allerdings schon sagen kann ist, dass die Stadt zum einen Teil sehr schön ist, zum anderen Teil aber auch sehr dreckig und es manchmal echt ein ziemlicher Kulturschock ist durch einige Townships zu fahren.

So ich hoffe ihr habt jetzt einen ungefähren Eindruck davon wie es mir hier geht und wie mein Projekt läuft. :)

Bye bye :)


PS: Das Wetter ist trotz das wir hier gerade mal Anfang Frühling haben schon sehr gut. Manchmal regnet es zwar, aber die Temperaturen gehen tagsüber fast nie unter 20 Grad. :))


Sonntag, 16. August 2015

Noch eine Woche bis zum Abflug...

Guten Morgen liebe Leute,
so nun ist es schon fast soweit, in einer Woche beginnt mein großes Abenteuer namens „Südafrika“.
In den letzten Tagen, Wochen und Monaten gab es schon sehr viel zu tun für die Vorbereitung meines entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes.
Dazu gehörte die Beantragung eines Visums (welches schwieriger zu bekommen ist als man manchmal denkt), zwei Vorbereitungsseminare zusammen mit den anderen Freiwilligen des ASC und natürlich das Sammeln von Spenden für mein Projekt. Das alles hat viel Zeit in Anspruch genommen, aber es hat auch viel Spaß gemacht und sich zu 100% gelohnt! Vor allem die beiden Vorbereitungsseminare des ASC Göttingen waren eine tolle Zeit. Denn ich habe dort nicht nur viele Informationen über Südafrika und die Aufgaben vor Ort bekommen, sondern hatte auch die Chance mit ehemaligen Freiwilligen zu sprechen, die einem viel aus der eigenen Erfahrung erzählen konnten. Außerdem ist unsere ganze Truppe (36 Freiwillige, die alle nach Südafrika gehen) zu einem richtigen Team geworden und ich habe jetzt schon viele neue Freunde gefunden.

In der nächsten Woche steht nun das große Packen an und natürlich meine Abschiedsparty am Freitag. Die Packliste ist inzwischen schon gemacht und die letzten Einkäufe werden am Montag getätigt. Und wenn auch das dann alles geschafft ist geht es am Samstag um 20.45 endlich los Richtung Südafrika. Ich fliege von Frankfurt aus nach Johannesburg und von dort aus weiter nach East London zusammen mit den anderen 7 Freiwilligen die ebenfalls in East London ihren entwicklungspolitischem Freiwilligendienst machen.

Bis dahin sage ich erst mal „Tschüss und auf Wiedersehen“

Ihr hört von mir wenn ich in East London angekommen bin :)